Es geschah am ...

Es geschah am ... - Der Geisterzug von Spiez

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Es geschah am ...

Es geschah am ... - Der Geisterzug von Spiez

Dokumentation

Ein Zug rattert durch die Nacht, die Bremsen funktionieren nicht, es geht bergab. Wenige Minuten bleiben, um zu entscheiden, wie der Zug gestoppt werden kann. Der Film erzählt diese wahre Geschichte, die sich 2006 im Berner Oberland ereignete. Nachgestellte Szenen auf der Schiene und in der Leitstelle verdichtet der Film mit Aussagen von Beteiligten, Opfern und Augenzeugen zu einem vielschichtigen Dokudrama. Frutigen, Bern, 17. Mai 2006, 3.00 Uhr: Ein 300 Tonnen schwerer Bauzug mit drei Personen an Bord setzt sich in Bewegung. Nach fünf Fahrminuten bemerken die Lokführer, dass die Bremsen nicht funktionieren. Die nächsten Kilometer geht es nur noch bergab. Verzweifelt rufen sie bei den Fahrdienstleitern in der Zentrale in Spiez um Hilfe. Jene Fahrdienstleiter, die den Zug in den letzten Minuten lenkten und damit über Leben und Tod entscheiden mussten, halfen dem Fernsehteam bei der Recherche und sprachen über die Details des Unfalls. Sie werden von den Schauspielern Jonathan Loosli und Michael Neuenschwander verkörpert. Außerdem erlauben originale Funk- und Telefongespräche aus jener Nacht, das Unglück detailliert nachzuzeichnen.
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Buntes Mauritius - Pulsierend, grün und paradiesisch

Landschaftsbild Mauritius gilt als perfekter Ort für einen Traumurlaub: Palmen, Strand und Meer. Doch das ist längst nicht alles, was diese Insel im Indischen Ozean ausmacht. Wer sich auf Mauritius einlässt, entdeckt faszinierende Landschaften und natürliche Schönheit, staunt über kulturelle Vielfalt und begegnet lächelnden Menschen, die stolz sind auf ein reiches Erbe. Filmautorin Christine Seemann geht auf Inseltour. Sie macht sich auf in die pulsierende Inselhauptstadt Port Louis, zu den paradiesischen Stränden der Westküste nach Flic en Flac, in den grünen Südwesten nach Chamarel und weiter in den reizvollen Osten, an die Flussmündung des Grand River South East. Sie trifft unter anderem ein Paar, das sich auf Mauritius trauen lässt, besucht eine Rumfabrik, geht zum Pferderennen, das nicht wegzudenken ist aus dem gesellschaftlichen Leben der Mauritier, und begleitet eine Delfin-Tour mit anschließendem Besuch auf der Badeinsel Île aux Bénitiers. Spannende Entdeckungen an einem der schönsten Orte der Welt.
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Grünes Wunder Costa Rica - Nebelwälder, Vulkane und Karibikstrände

Landschaftsbild Lange Traumstrände, üppiger Dschungel, faszinierende Vulkane und heiße Quellen - dazu eine artenreiche Fauna und Flora: Costa Rica ist in vielerlei Hinsicht etwas ganz Besonderes. Das friedliche, demokratische Land trägt auch den Namen "Schweiz Mittelamerikas". Als Reiseziel lockt es vor allem mit seiner Natur und weiß auch um den Wert dieser Ressource. Rund ein Viertel des Landes steht unter Naturschutz. Das Land zwischen den zwei Ozeanen bietet auf kleiner Fläche - Costa Rica ist nur wenig größer als Niedersachsen - ein enorme Fülle unterschiedlicher Lebensräume und zeigt, dass Urwald nicht gleich Urwald ist: Es gibt immergrüne Regenwälder, Nebelwälder oder auch Trockenwälder wie an der Pazifikküste. In jedem dieser Urwälder lässt sich die Natur ganz nah erleben, im Monteverde-Nationalpark "Cloud Forest Biological Reserve" zum Beispiel auch auf Wipfelhöhe im Rahmen einer Wanderung auf Hängebrücken. Klimatisch kann man Costa Rica auch auf ganz unterschiedliche Weise erleben. Während die Westküste des Landes während der Trockenzeit ein für Mitteleuropäer durchaus angenehmes Klima aufweist, zählt die Ostküste zu den immer feuchten Regionen. Dafür bieten die Orte und Kleinstädte typisch karibisches Leben - mit Reggae-Musik, leckerem Essen und ganz viel Gelassenheit.
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Das Informationsangebot wird nachts zur programmfreien Sendezeit ausgestrahlt. Aktuelle Nachrichten sowie Wetter- und Sport-News werden dabei ebenso integriert wie das Sender-Programm des nächsten Tages.
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Alpenpanorama KAMERAFAHRT
Die schönsten Städte und Gemeinden der deutschsprachigen Alpenländer werden mit der Kamera eingefangen. Dazu gibt es Informationen über die Wetterverhältnisse vor Ort.
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Die Nachrichtensendung des ORF informiert über das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft. Täglich wird außerdem über Neues aus der Kulturszene berichtet.
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Fantastische Phänomene DOKUMENTATION Welt in Bewegung (Folge: 1)
Bewegung ist alles: Von der größten Galaxie bis zum kleinsten Elektron steht nichts still. Die Menschen nehmen ihre bewegte Umwelt kaum wahr, dabei sind unglaubliche Wunder zu entdecken. "Terra X" reist mit einem Eurofighter in doppelter Schallgeschwindigkeit und verhindert, für eine Weile, dass die Sonne untergeht. Der Film zeigt einen Surfer, der die gefährlichste Welle der Welt reitet, und Menschentürme, die der Gravitation trotzen.
3SAT Doku
Fantastische Phänomene DOKUMENTATION Bausteine des Lebens (Folge: 2)
Damit sich auf der Erde das Leben in seiner unendlichen Vielfalt entwickeln konnte, war das Zusammenwirken bestimmter Phänomene nötig. Ihre Bedeutung wird gerade erst erforscht. "Terra X" besucht weltweit Orte, wo sich solche Phänomene am spektakulärsten zeigen. In Indonesien begleitet der Film Feuerwehrleute beim Einsatz in einer Schwefelmine. In der Karibik lernen Taucher fliegen, und in Nepal demonstrieren Riesenbienen ihre Effizienz.
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Zu Tisch im ... ESSEN UND TRINKEN Bregenzerwald
Es ist Hochsommer im Bregenzerwald. Die Bergbauernfamilie Wirth will das Heu noch vor dem Gewitterregen ins Trockene bringen. Norbert Wirth ist stolz, dass alle mit anpacken. Er bleibt gelassen, als der Regen sie dann doch erwischt. Die Heuernte ist buchstäblich ins Wasser gefallen, der Wetterumschwung hat die Familie überrascht. Mit Naturgewalten lernt man als Bergbauer umzugehen, und gegen Kälte und Nässe hilft eine heiße Käsesuppe. Der Bregenzerwald ist ein Voralpental und liegt in Vorarlberg, ganz im Westen von Österreich - zwischen Bodensee und Arlberg. Österreich, die Schweiz, Deutschland und Liechtenstein treffen hier aufeinander. Hier leben mehr als 1000 Bergbauernfamilien in einer Landschaft, die sich in den vergangenen Jahrhunderten kaum verändert hat. Es gibt keinen einzigen Großbetrieb mit Riesenställen und keinen einzigen Siloturm. Noch heute betreiben die Bauern Milchwirtschaft auf kleinen Höfen und lassen ihre Kühe auf den grünen Wiesen weiden. Das Haus von Familie Wirth steht im Dorf Andelsbuch im Tal. Doch die Eltern und der älteste Sohn Christoph leben von Mai bis September mit den Tieren in den Bergen. Wie die meisten Bergbauern im Bregenzerwald sind die Wirths Alpennomaden - in Mitteleuropa mittlerweile eine Ausnahme. Norbert Wirth ist Bergbauer, solange er denken kann. Sein ältester Sohn Christoph wird den Hof übernehmen. Obwohl die bewirtschafteten Flächen klein sind, sehen auch junge Leute eine Zukunft in diesem Beruf. Die 22 Dörfer des Bregenzerwaldes sind weitgehend von dem sonst alpenweit grassierenden Höfesterben verschont geblieben. Im Gegenteil, jeder zweite Bergbauer betreibt seine Landwirtschaft sogar im Vollerwerb. Sehr früh hat man in Vorarlberg auf die regionale Vermarktung der Produkte gesetzt, außerdem werden die Bergbauern subventioniert, um überleben zu können. Die Familie besitzt 26 Kühe. Aus der Milch produziert Norbert Wirth jeden Tag einen großen Laib Bergkäse und jeden zweiten Tag fünf Kilo Alpenbutter. Mit der Molke, die beim Sennen übrigbleibt, füttert er seine 18 Alpschweine. Die Molke ist ein wertvolles Lebensmittel mit viel Eiweiß, Vitaminen und Mineralien und gibt dem Schweinefleisch einen vorzüglichen Geschmack. Mit dem Züchten von Alpschweinen hat sich Norbert Wirth, wie auch eine Reihe anderer Bergbauern in Vorarlberg, auf eine bewährte Tradition besonnen. Das Schweinefleisch erlebt hier eine Renaissance. Für Christoph, den ältesten Sohn, wird dieser Sommer die "Reifeprüfung" als Bergbauer. Er wird die Alm seiner Eltern verlassen und ganz allein eine Hochalpe von Verwandten bewirtschaften, die Kühe versorgen und den Käse herstellen. Christoph soll selbstständig werden und ganz alleine entscheiden lernen. Mit 18 Jahren ist das die erste praktische Feuerprobe nach der Landwirtschaftsschule. Doch bevor Christoph die Alm seiner Eltern für die nächsten Wochen verlässt, kocht seine Mutter Brunhilde ein großes Abschiedsessen. Seine Lieblingsgerichte: Geschnetzeltes vom Alpschwein und Erdbeertopfencreme mit wildem Klee.
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Servicezeit-Reportage WIRTSCHAFT UND KONSUM
Probleme im Konsumdschungel? Fragen zu Alltagsproblemen? Die Reihe sucht in ihren Reportagen hilfreiche Antworten zu vielen Themen aus dem Service-Bereich.
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Allgäu, da will ich hin! TOURISMUS
Allgäu, das ist eine imposante Bergwelt, das sind tiefblaue Seen, sattgrüne Weiden und natürlich: Kühe! Das Ganze gepaart mit viel Tradition, und schon ist das Bild von der beliebtesten Urlaubsregion der Deutschen perfekt. Genauso erlebt auch Moderatorin Simin Sadeghi das Allgäu. Sie ist rund um die Hörnerdörfer nördlich von Oberstdorf unterwegs. Bereits früh am Morgen begibt Simin sich auf eine Sonnenaufgangstour aufs Riedberger Horn. Kein Zuckerschlecken, sich schon um 4.00 Uhr aus dem Bett zu schälen, aber die Mühe lohnt sich. Gemeinsam mit Wanderführer Wolfgang Zeller geht sie hoch zum Gipfel und dann weiter durch blühende Alprosenfelder zur Sennalpe Ornach. Eine urige Berghütte, in der noch ganz traditionell Allgäuer Bergkäse produziert wird. Überhaupt spielt Brauchtum noch eine wichtige Rolle in den Hörnerdörfern. So bekommt Simin ihre erste Lektion im Jodeln und darf sich beim Ofterschwanger Trachtenverein im Schuhplatteln versuchen. Ebenso angesagt: Action - ob beim Canyoning für Einsteiger im Ostertaltobel oder beim Abenteuerwalken zwischen den Sprungschanzen in Oberstdorf.
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Der Eisbär im Gras TIERE
Die Hudson Bay ist nur einen Teil des Jahres mit Eis bedeckt. Dann haben die Eisbären ein riesiges Jagdrevier, denn ihre Beute, die Robben, ist nur vom Eis aus zu jagen. Schmilzt jedoch das Eis der Bay im Sommer, beginnt für die weißen Riesen eine magere Zeit. Sie ernähren sich jetzt von Gras und Früchten und warten sehnlichst auf die Rückkehr des Winters. Für ein erstes "Aufatmen" sorgt der Flug der Enten und Gänse in den Süden. Die riesigen Schwärme machen Halt am Südende der Hudson Bay. Jetzt gibt es zum ersten Mal wieder Fleisch für die Eisbären. Es gibt 19 verschiedene Populationen von Eisbären auf der Erde. Jede umfasst etwa 800 bis 1200 Tiere. Manche Wissenschaftler sagen, dass sie so unterschiedlich sind, dass man von verschiedenen Unterarten sprechen kann. Tatsächlich gibt es da nicht nur im Verhalten, sondern auch in der Lebensweise riesige Unterschiede. Das Fernsehteam hat die einzige Eisbären-Population besucht, die vorwiegend im "Grünen" lebt. Sie bekommt den Nachwuchs sogar in Erdhöhlen von Wäldern, die 100 Kilometer entfernt vom Wasser liegen.
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Mein kleines Alpaka TIERE
Im Hochland von Peru leben Alpakas Seite an Seite mit dem Hochlandvolk der Q'éro-Indianer. In 4000 bis 5000 Metern Höhe sind die Menschen auf die wärmende Wolle ihrer Alpaka-Herden angewiesen. Es gibt keinen Strom, keine Autos und keine Telefonverbindung. Jede Familie hält eine oder mehrere Herden Alpakas. Zum einen brauchen sie die Wolle für die eigene Kleidung, zum anderen brauchen sie die Tiere als einzige Einnahmequelle für den Verkauf. Mädchen wie die achtjährige Berta bekommen die Aufgabe, neugeborene Alpakas zu adoptieren, für sie zu sorgen und sie zu beschützen, bis sie aus dem Gröbsten heraus sind. Dieser Bund hält oft sogar ein Leben lang. Die Kinder sind mit Begeisterung dabei und versuchen ihr Möglichstes, damit es ihren kleinen Schützlingen gut geht. Berta wartet voller Ungeduld und freut sich sehr, als ihr der Vater verspricht: Das nächstgeborene Alpaka wird das ihre. Und dann ist es soweit - "ihr" Baby ist da. Und in der kargen steinigen Landschaft entsteht eine starke liebevolle Verbindung zwischen einem kleinen Mädchen und einem Alpaka.
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Dem Mähnenwolf auf der Spur TIERE
Der Mähnenwolf ist der größte Vertreter der Hunde in Südamerika. Sein Name täuscht, denn eigentlich ist er kein Wolf. Dennoch haftet ihm der schlechte Ruf des "bösen Wolfs" an. Auf über 90 Zentimeter langen Beinen durchstreift der Mähnenwolf die Savannen Zentralbrasiliens. Aber diese fallen zunehmend Kaffee-, Soja- und Eukalyptusplantagen zum Opfer. Für den Mähnenwolf wird es immer enger bei der Suche nach neuem Lebensraum. Jungtiere verenden häufig auf der Straße. Vorurteile, Unkenntnis und Aberglaube der Einheimischen sind eine weitere Bedrohung für den charismatischen Jäger. Der Biologe Rogério Cunha de Paula erforscht das Verhalten der Mähnenwölfe im Nationalpark "Serra da Canastra" und den umliegenden Farmen. Der Forscher weiß, dass nur in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung das Überleben des Mähnenwolfs langfristig gesichert werden kann. Denn bei den Farmern ist der Mähnenwolf als Hühnerdieb verschrien, obwohl er sich überwiegend von Früchten wie dem Wolfsapfel, von Schlangen und kleinen Nagern ernährt. Über 60 Wölfe hat der Biologe schon mit Sendern versehen, um mehr über die scheuen Einzelgänger zu erfahren. Farmer dürfen ihn bei Einfangaktionen begleiten, und in Schulklassen versucht er, Kindern die Angst vor dem "großen bösen Wolf" zu nehmen. In dem über 400 Kilometer weit entfernten Lazaristenkloster von Caraça ist der Mähnenwolf dagegen eine Attraktion, für die Besucher aus ganz Brasilien kommen. Nacht für Nacht wird mit Fleisch gelockt, Nahaufnahmen sind die Belohnung für langes Warten. Werbung für den Mähnenwolf auf eine ganz andere Art?
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Vicunja - Göttertier der Inka TIERE
Die Vikunjas, die kleinen Kamele der Anden, halfen den Menschen, das raue Andenklima zu überstehen: Ihre weiche Wolle hielt sie warm. Bei den Inkas erlangten sie göttlichen Status. Die Gebirgslandschaft auf dem Altiplano auf 4000 Metern Höhe oberhalb der Baum- und unterhalb der Schneegrenze stellt die Tiere vor große Herausforderungen. Wie sie diese meistern und was die Tiere bis heute für die Menschen hier bedeuten, zeigt der Film. Die Anden waren einst das Königreich der Inkas, eine der größten Zivilisationen, die die Welt je gesehen hat. Für die Inkas ist die Sonne ihr erster Gott. Die Sonne, "Inti" genannt, schenkt der Welt Wärme und Licht. Nur durch sie können Mensch, Pflanze und Tier leben. Inti untergeordnet waren Tiergötter wie das Vikunja. Mit ihnen in einem Lebensraum lebt eine Hasenmaus, das Viscacha. Es bedarf optimaler Anpassungen in 4000 Metern Höhe auf dem Altiplano, um überleben zu können. Dieser Lebensraum ist nur etwas für Spezialisten.
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Ein Fläschchen für den Jaguar TIERE
Bei "Criadouro Onça Pintada" finden seltene Tierarten Brasiliens Zuflucht. Der Film berichtet über die wertvolle Arbeit zum Erhalt bedrohter Arten und über den Alltag in der Aufzuchtstation. Luciano do Valle di Saboia und seine Frau Christiane sind Ärzte - Leben zu retten ist ihre Aufgabe. Aber nicht nur Menschenleben - besonders liegt den beiden auch die Rettung der bedrohten Tierwelt Brasiliens am Herzen. Begonnen hat alles mit einem alten Jaguar, der auf zwei Quadratmetern Beton vor sich hin vegetierte. Er sollte seine letzten Tage zusammen mit einer Gefährtin in einem artgerechten Gehege auf dem Land des Ehepaars verbringen. Seitdem haben in ihrer Aufzuchtstation "Criadouro Onça Pintada" die seltenen Waldhunde Zuflucht gefunden, ebenso wie Mähnenwolf, Tapir, Brüllaffe und andere Tierarten Brasiliens, die in ihrem ursprünglichen Lebensraum fast schon verschwunden sind. Oft ist der Erhalt einer bedrohten Art nur noch mithilfe einer überwachten Aufzucht möglich. Doch was tun mit dem Nachwuchs, wenn die Tiermutter ihn nicht annimmt? Als die Jaguar-Mutter Fofa mit ihren neugeborenen Jungen nichts anfangen kann, bleibt Christiane Saboia nichts anderes, als zum Fläschchen zu greifen.
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Transpantaneira - Brasiliens wilder Highway LANDSCHAFTSBILD
Das südamerikanische Pantanal ist das größte saisonale Schwemmland der Erde. Das artenreiche Feuchtgebiet wurde von der UNESCO im Jahr 2000 zum Weltnaturerbe erklärt. Es wird von einer Anhäufung weiter Ebenen mit Hügeln bestimmt, die nicht höher als 200 Meter sind. Nur eine Straße durchquert den Norden des Schwemmlandes: die Transpantaneira. Doch die auf Stelzen hochgelegte Schotterstraße ist nur in der Trockenzeit befahrbar. Das Pantanal ist reich an Säugetier-, Vogel- und Reptilienarten. Schon auf der ersten Wegstrecke beeindrucken die vielen verschiedenen Vogelarten, deren riesige Nester wie Wachtürme in die höchsten Baumkronen gebaut sind. Ganze Kolonien roter und weißer Ibisse sowie Jabiru- oder Riesenstörche und die stark bedrohten Hyazinth-Aras ziehen hier ihre Brut auf. Tapir, Puma, Sumpfhirsch, Pampashirsch, Riesenameisenbär und Mähnenwolf sind im Pantanal häufiger zu sehen als anderswo. Spektakulär ist vor allem der Pantanal-Jaguar. Diese im Vergleich zum Amazonas-Jaguar etwa doppelt so schwere Katze wurde lange Zeit erbarmungslos gejagt. In den letzten Jahren aber hatte der Jaguar eine Art Comeback - zum einen durch den gesetzlichen Schutz, zum anderen haben die Farmer erkannt, welche wertvolle Rolle dieses Tier für den Ökotourismus spielt.
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Die Wüstenpferde Namibias TIERE Afrikas wilder Westen
Goldfarbene Dünen, weiße Salzpfannen, endlose Savannen unter einem tiefblauen Horizont - die Namib an der Westküste Namibias ist eine der faszinierendsten Landschaften unserer Erde. Ausgerechnet diese Wildnis, die von Sonne, Sand und Sturm geprägt wird, ist Heimat von Afrikas einzigen Wildpferden. Umgeben vom malerischen Fischfluss-Canyon und dem stürmischen Atlantik breitet sich die Namib mit Trockengebieten, Sandwüsten und Savannen aus. Die älteste Wüste der Welt ist gleichzeitig die trockenste: Hier können nur Spezialisten überleben, die sich über Jahrtausende an die harschen Bedingungen angepasst haben: Oryxantilopen, Strauße oder Hyänen. Doch die Namib beheimatet auch eine Tierart, die aus Europa kommt und erst seit 100 Jahren den Bedingungen der Wüste ausgesetzt ist: Pferde. Sie sind Relikte des Diamantenbooms der deutschen Kolonialzeit - ebenso zurückgelassen wie die Geisterstädte der Minen, die vom Sand zurückerobert wurden und eine Wildwest-Atmosphäre schaffen. 200 Tiere leben hier noch: Nachfahren des einstigen Bestandes aus deutschen und englischen Militärpferden, die nach dem Ersten Weltkrieg in die Wüste versprengt wurden. Sie behaupten sich gegen Dürre, Hitze und die ständigen Sandstürme, immer bedroht von Skorpionen, Schlangen und Hyänen. Nur ein altes Bohrloch, mit dessen Wasser einst Lüderitz und die deutsche Eisenbahnlinie versorgt wurden, hilft ihnen, zu überleben. Solange die Pferde im weiteren Umkreis des Brunnens bleiben, müssen sie nicht verdursten. Oft sind die erreichbaren Weidegründe jedoch abgegrast - über lange Perioden im Jahr herrscht Nahrungsmangel. So hängt das Überleben der Pferde jedes Jahr aufs Neue an einem seidenen Faden. Wird der ersehnte Regen kommen oder nicht? Die Oryxantilopen, mit den Pferden die größten Säugetiere der Region, sind perfekt angepasst. Sie können im Südsommer, wo fast 50 Grad Celsius Hitze herrschen, ihre Körpertemperatur regulieren. Dank ihrer Fähigkeit, große Mengen Wasser zu speichern, können die Oryx weite Strecken laufen, um an Weidegebiete zu gelangen. Die Nama-Flughühner haben einen besonderen Trick: Sie speichern Wasser unter ihrem Gefieder und fliegen es zu den weit entfernten Nestern. Sogar Insekten haben hier faszinierende Überlebenstechniken entwickelt, um der Trockenheit zu trotzen. Wenn die kühlen Luftmassen des Atlantiks einen feinen Film von Feuchtigkeit auf die Sanddünen legen, sammelt der Nebeltrinker-Käfer die Luftfeuchtigkeit. Gleichsam als wandelnder Wasserspeicher wird er zur willkommenen Beute für die Reptilien der Wüste: Sandvipern, Eidechsen oder Chamäleons. Die Pferde haben keine dieser Evolutionstricks - sie sind keine Wüsten-, sondern Steppentiere. Ihnen hilft nur ihr angeborenes Sozialverhalten - nach dem Motto: gemeinsam stark. So bilden sie bei Angriffen von Hyänen einen schützenden Pulk um die Jungtiere. Oder sie lecken sich gegenseitig ab, um ihren Salzhaushalt mit dem Schweiß des anderen aufzubessern. Die Clans werden von den Tieren angeführt, die am stärksten sind, egal ob Hengst oder Stute. So behaupten sich Namibias Wüstenpferde schon 100 Jahre lang und prägen den "Wilden Westen Afrikas".
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Das Geheimnis der Wüstenelefanten TIERE
Allerorts heißer Sand: Die Namib ist die älteste Wüste der Welt - und eine der lebensfeindlichsten. Das größte darin lebende Tier, bestens an die Umwelt angepasst, ist der Wüstenelefant. Um in der Wüste Namibias zu überleben, müssen die Elefanten entbehrungsreiche Wanderungen auf sich nehmen. Nur die Leitkuh Clarissa weiß, wo Wasserquellen zu finden sind. Die Hitze ist unerträglich, für ihre kleine Tochter Maja könnte die Wasserstelle zu spät kommen. Fast 2000 Kilometer erstreckt sich die Namib entlang der Küste Namibias. Neun Trockenflusstäler durchschneiden sie im Norden, eines davon ist das Tal des Hoanib, die Heimat von Clarissa und ihrer Familie. Obwohl in den Tälern nur selten tatsächlich Wasser zu sehen ist, wachsen Pflanzen und Bäume. Das Geheimnis: Durch ein komplexes unterirdisches System läuft ständig Wasser durch das Flussbett, welches die Wurzeln der Pflanzen gerade noch erreichen. Es ist genug Wasser, um das Hoanib-Tal am Leben zu erhalten. Ein Wunder der Natur! Doch eine Dürreperiode kann für die Dickhäuter zur Katastrophe werden, vor allem für Jungtiere und Alte. Sie müssen dann ihre Heimat verlassen, um in anderen Tälern nach Futter und Wasser zu suchen. Der alte Bulle One Tusk ist zu schwach, um sich den Wanderungen anzuschließen. Während selbst die zähen Schakale in der Trockenzeit das Hoanib-Tal verlassen, um an der Küste Nahrung zu suchen, bleibt er allein zurück - in der Hoffnung, dass bald Regen fällt. So öd und leer das Hoanib-Tal auf den ersten Blick auch wirkt, dort verbergen sich zahlreiche Tiere. Schlangen, Chamäleons und sogar Säugetiere wie Oryxantilopen und Schakale haben in dem lebensfeindlichen Reich ihre Heimat gefunden. Während die großen Säuger auf der Suche nach Wasser und Nahrung weite Strecken wandern, haben vor allem die kleinen Tiere verblüffende Strategien entwickelt, um zu überleben. Der Schwarzkäfer reckt seinen Panzer in die Höhe, damit Nebel auf seinem Körper kondensiert. Die entstehenden Tropfen rollen direkt in seine Mundöffnung. So löscht er seinen Durst. Der Namibgecko nutzt dazu seine großen Augen. Wenn Wasser darauf kondensiert, leckt er es einfach mit seiner langen Zunge ab. Alle paar Jahre sind die Regenfälle über der Wüste so reichhaltig, dass der Hoanib sich innerhalb weniger Stunden in einen reißenden Fluss verwandelt. Eine zerstörerische Flutwelle braust dann mit rasender Geschwindigkeit durch das Flussbett. Das Tal wird zur tödlichen Falle - auch für die Elefanten-Familie.
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Vom Kuscheln, Träumen und Schmusen - Erdmännchen TIERE
Sie kommen aus dem Bau und tollen übermütig herum: So oder so ähnlich spielt sich das Familienleben der Erdmännchen jeden Morgen ab. Was aber passiert in der Nacht? Liegen sie dicht gedrängt zusammen im Bau? Wie träumen Erdmännchen, schmusen sie auch? Wie sehen sie beim Austausch von Zärtlichkeiten aus? Forscher der Universität Zürich sind diesen Fragen nachgegangen, und Filmemacher Christian Hermann hat sie dabei begleitet.
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heute NACHRICHTEN
Das informative Magazin versorgt die Zuschauer mit aktuellen Meldungen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Gesellschaft und Sport.
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Immer eine spannende Frage: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen? Gezeigt werden Temperaturentwicklung, Windströmungen und weitere Trends anhand verständlicher Grafiken.
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Tagesschau NACHRICHTEN
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
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Buntes Mauritius LANDSCHAFTSBILD Pulsierend, grün und paradiesisch
Mauritius gilt als perfekter Ort für einen Traumurlaub: Palmen, Strand und Meer. Doch das ist längst nicht alles, was diese Insel im Indischen Ozean ausmacht. Wer sich auf Mauritius einlässt, entdeckt faszinierende Landschaften und natürliche Schönheit, staunt über kulturelle Vielfalt und begegnet lächelnden Menschen, die stolz sind auf ein reiches Erbe. Filmautorin Christine Seemann geht auf Inseltour. Sie macht sich auf in die pulsierende Inselhauptstadt Port Louis, zu den paradiesischen Stränden der Westküste nach Flic en Flac, in den grünen Südwesten nach Chamarel und weiter in den reizvollen Osten, an die Flussmündung des Grand River South East. Sie trifft unter anderem ein Paar, das sich auf Mauritius trauen lässt, besucht eine Rumfabrik, geht zum Pferderennen, das nicht wegzudenken ist aus dem gesellschaftlichen Leben der Mauritier, und begleitet eine Delfin-Tour mit anschließendem Besuch auf der Badeinsel Île aux Bénitiers. Spannende Entdeckungen an einem der schönsten Orte der Welt.
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Grünes Wunder Costa Rica LANDSCHAFTSBILD Nebelwälder, Vulkane und Karibikstrände
Lange Traumstrände, üppiger Dschungel, faszinierende Vulkane und heiße Quellen - dazu eine artenreiche Fauna und Flora: Costa Rica ist in vielerlei Hinsicht etwas ganz Besonderes. Das friedliche, demokratische Land trägt auch den Namen "Schweiz Mittelamerikas". Als Reiseziel lockt es vor allem mit seiner Natur und weiß auch um den Wert dieser Ressource. Rund ein Viertel des Landes steht unter Naturschutz. Das Land zwischen den zwei Ozeanen bietet auf kleiner Fläche - Costa Rica ist nur wenig größer als Niedersachsen - ein enorme Fülle unterschiedlicher Lebensräume und zeigt, dass Urwald nicht gleich Urwald ist: Es gibt immergrüne Regenwälder, Nebelwälder oder auch Trockenwälder wie an der Pazifikküste. In jedem dieser Urwälder lässt sich die Natur ganz nah erleben, im Monteverde-Nationalpark "Cloud Forest Biological Reserve" zum Beispiel auch auf Wipfelhöhe im Rahmen einer Wanderung auf Hängebrücken. Klimatisch kann man Costa Rica auch auf ganz unterschiedliche Weise erleben. Während die Westküste des Landes während der Trockenzeit ein für Mitteleuropäer durchaus angenehmes Klima aufweist, zählt die Ostküste zu den immer feuchten Regionen. Dafür bieten die Orte und Kleinstädte typisch karibisches Leben - mit Reggae-Musik, leckerem Essen und ganz viel Gelassenheit.
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Erlebnisreisen-Tipp TOURISMUS Kuba - Rundfahrt für Individualisten
Ob Island, Nairobi oder die Wildnis Kanadas - Abenteuer lauern überall. Doch welches passt zu mir, meiner Familie und meinem Geldbeutel? Dies gilt es, mithilfe der ausführlichen Beiträge herauszufinden.
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ZIB 2 NACHRICHTEN

Die Themen der heutigen ORF-Nachrichten "ZIB 2" Sendung finden Sie hier.

 

 

 

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Es geschah am ... DOKUMENTATION Der Geisterzug von Spiez, CH 2019
Ein Zug rattert durch die Nacht, die Bremsen funktionieren nicht, es geht bergab. Wenige Minuten bleiben, um zu entscheiden, wie der Zug gestoppt werden kann. Der Film erzählt diese wahre Geschichte, die sich 2006 im Berner Oberland ereignete. Nachgestellte Szenen auf der Schiene und in der Leitstelle verdichtet der Film mit Aussagen von Beteiligten, Opfern und Augenzeugen zu einem vielschichtigen Dokudrama. Frutigen, Bern, 17. Mai 2006, 3.00 Uhr: Ein 300 Tonnen schwerer Bauzug mit drei Personen an Bord setzt sich in Bewegung. Nach fünf Fahrminuten bemerken die Lokführer, dass die Bremsen nicht funktionieren. Die nächsten Kilometer geht es nur noch bergab. Verzweifelt rufen sie bei den Fahrdienstleitern in der Zentrale in Spiez um Hilfe. Jene Fahrdienstleiter, die den Zug in den letzten Minuten lenkten und damit über Leben und Tod entscheiden mussten, halfen dem Fernsehteam bei der Recherche und sprachen über die Details des Unfalls. Sie werden von den Schauspielern Jonathan Loosli und Michael Neuenschwander verkörpert. Außerdem erlauben originale Funk- und Telefongespräche aus jener Nacht, das Unglück detailliert nachzuzeichnen.
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Keine leichte Geburt REPORTAGE Hebammen am Limit
Anna, Peggy und Melanie sind Hebammen. Mit viel Idealismus und hohem persönlichen Einsatz versuchen sie, die Lücken der Schwangerschaftsversorgung zu schließen. Leicht ist das nicht. Von ihrem Einsatz und Geschick hängt nicht selten ab, wie angst- und schmerzfrei eine Mutter ihr Kind zur Welt bringt. Aber es fehlt an Geld in den Kliniken und an politscher Unterstützung. Folge ist ein gefährlicher Hebammen-Mangel in Deutschland. Melanie (40) kennt Phasen, in denen sie praktisch kaum noch aus dem Kreißsaal herauskommt: "Das kann manchmal ganz schön haarig sein, ich hatte in acht Tagen fünf Geburten, danach war der Akku leer, und ich hatte eben nicht die Zeit, mich zu regenerieren." Doch weil sie Frauen unter der Geburt nicht allein lassen und sie lieber im 1:1-Modell betreuen möchte, nimmt die Beleg-Hebamme aus Bad Mergentheim das alles in Kauf. Deshalb ist ihr Handy immer auf Empfang - es klingelt mitten in der Nacht, an Feiertagen und auch, wenn eines ihrer drei Kinder krank ist. Damit Melanie für ihre Frauen da sein kann, hält ihr Ehemann Andreas zu Hause die Stellung. "Es funktioniert nur, wenn alle zurückstecken." Doch trotz Rufbereitschaft und hohem Arbeitspensum kann Melanie lange nicht alle Schwangeren betreuen, die sie täglich anrufen. Besonders schlimm ist es, wenn Frauen sie weinend um Unterstützung bitten und nicht selten schon eine traumatische Geburt ohne angemessene Hebammen-Begleitung erlebt haben, wie sie erzählt. "Es macht mich traurig und wütend, wenn ich sehe, dass Frauen im wichtigsten Moment ihres Lebens allein gelassen werden." Peggy (45) arbeitet als festangestellte Hebamme am Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim. Auch sie leidet unter dem Mangel an Hebammen in Deutschland: "Also, es gibt Tage, da tut einem das schon ganz schön weh, dass man einer Frau sagen muss, ich muss jetzt mal raus, und die sagt: 'Nein, bitte bleib hier, geh nicht weg!' Die Frauen brauchen einfach jemanden, der bei ihnen ist, der Zeit hat, und dann braucht man auch andere Dinge weniger, wie Schmerzmittel oder Kaiserschnitte." Manchmal betreut sie parallel bis zu drei, vier Frauen, die in den Wehen liegen. Die Angst, Fehler zu machen, begleitet sie nicht selten bis in den Schlaf. Dabei würden die leitende Hebamme und das Klinikum liebend gern mehr Geburtshelferinnen einstellen, statt Leih-Hebammen und ausländische Fachkräfte zu engagieren. Doch in ganz Deutschland beklagen Krankenhäuser schwere Probleme bei der Stellenbesetzung von Hebammen, was mit deren extremer Arbeitsbelastung begründet wird, wie ein aktuelles Gutachten des Bundesministeriums für Gesundheit ergeben hat. Das Fallpauschalensystem ist ein maßgeblicher Grund, weswegen Geburtshilfe für Kliniken immer unrentabler wird. Die Folgen der notwendigen Sparmaßnahmen sind dramatisch und für alle spürbar. Um in ihren Schichten alles für das Wohl von Müttern und ihren Kindern geben zu können, arbeitet Peggy mittlerweile nur noch in Teilzeit. "Zwar sind die Dienste stressig, aber irgendwann zu Ende, und dann kann ich nach Hause gehen. Und das ist für die Hebammen, die immer rufbereit sind, natürlich nicht so." Davon kann Anna (38) ein Lied singen. "Auch wenn man mir das nicht immer ansieht, dass ich zwei durchwachte Nächte hinter mir habe, habe ich mich schon einige Male am Rande der Belastbarkeit gefühlt." Kein Wunder bei einem Arbeitspensum, das nicht selten bei 90 Wochenstunden liegt. Anna lebt für ihren Traumberuf - und als eine der wenigen Hebammen in Deutschland macht sie noch Hausgeburten. Für sie der "schönste Weg, Kindern auf die Welt zu helfen", weil sie den Frauen dabei Ruhe, Selbstbestimmung und viel Zeit geben kann, damit die Geburten so natürlich wie möglich stattfinden können. Dafür muss die Hebamme wie all ihre freiberuflichen Kolleginnen eine extrem teure Haftpflichtversicherung abschließen und ihre Arbeit genau dokumentieren. "Wir sind bis zu 30 Jahre haftbar für mögliche Fehler. Mit diesem Druck können viele nicht umgehen." Und tatsächlich geben immer mehr freiberufliche Hebammen die Geburtshilfe auf. Doch auch bei der Betreuung von Frauen im Wochenbett legen engagierte Hebammen wie Anna und Melanie drauf. Ein Hausbesuch dauert schnell mal eine Stunde, der Lohn dafür: circa 38 Euro. Ihr Patchwork-Leben mit Mann und sechs Kindern leidet nicht selten darunter. "Viele Ehen zerbrechen", weiß ihr Mann Igor. "Aber ohne Geburtshilfe, ohne diesen Zauber, könnte ich es mir nicht vorstellen", sagt Anna. Schon seit Jahren warnen die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe und der Deutsche Hebammenverband: Es gibt zu wenig Hebammen, um die Versorgung der Frauen zu gew
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10 vor 10 NACHRICHTEN
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
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Anne Will POLITIK
Seit September 2007 diskutiert Anne Will mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur über aktuelle Themen. "Politisch denken, persönlich fragen" lautet das Motto der Sendung.
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Kulturpiloten MAGAZIN
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